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Einnahmen durch bezahlbare Apps gehen zurück

Wenngleich sich Applikationen für Smartphones und Tablets seit Jahren ungebrochener Beliebtheit erfreuen, scheint sich im Moment eine Trendwende zu vollziehen. Auch wenn die Download-Zahlen steigen, so sind immer weniger Menschen bereit, dafür Geld zu bezahlen. Aktuelle Studien der App-Markt-Analysefirma Flurry und des Marktforschungsunternehmens Gartner bestätigen den aktuellen Trend.

Einst war die App-Produktion ein lukratives Geschäft, gerade für Neuunternehmer und innovative Technik-Bastler. Doch neue, kostenlose Angebote, die darüber hinaus auch technisch einwandfrei funktionieren, haben in Sachen Popularität den kostenpflichtigen Modellen kontinuierlich den Rang abgelaufen. Die Zahl der Nutzer von Apps steigt weiter an, nur die derjenigen, die bereit sind dafür zu zahlen, sinkt. Insider berichten, dass inzwischen nur noch ein Viertel der kostenpflichtigen Downloadzahlen des Vorjahres erzielt wird.

Genaue Zahlen verschweigen die Firmen aktuell noch. Doch Marktforschungsunternehmen wie Flurry haben bereits analysiert, dass die Zahl der Entwickler, welche Apps kostenlos auf den Markt bringen deutlich angestiegen ist. Ein Ende des unabhängigen App-Entwicklers, der sich allein über Downloads finanzieren kann, ist abzusehen. Der kostenlosen Konkurrenz haben die Bezahlvarianten meist nichts entgegenzusetzen.

Die kostenpflichtige App stirbt aus

Die kostenpflichtige App stirbt aus

Neue Finanzierungsmodelle befinden sich noch in den Kinderschuhen

Das Umdenken in puncto Entwickler-Finanzierung befindet sich gerade noch im vollen Gange. So wird es zukünftig mehr mobile Werbung geben, dies wird bereits vereinzelt getestet. Auch sind Investoren an der Finanzierung von jungen Firmen interessiert, wenn diese dafür später im Gegenzug die Nutzer-Daten mit diesen teilen. Ein weiterer Plan im Zuge der App-Professionalisierung sieht vor, dass Firmen normale Kunden mit den kostenlosen Angeboten locken, nur um anschließend mit professionelleren Angeboten bei den Arbeitgebern dieser Kunden zu punkten. Auch hier gibt es bereits erste Erfolgsmodelle.

Auch das System der In-App-Käufe könnte zukünftig von Interesse sein. Gerade junge Spieleentwickler profitieren davon, dass Kunden ihr Spiel zwar kostenlos erwerben, dann aber innerhalb des Spiels diverse Zusatz-Komponenten gegen eine Gebühr erwerben. Diese Variante befindet sich aber noch in einem frühen Stadium und es bleibt abzuwarten, wie diese auch abseits des Spiele-Sektors genutzt werden kann. In jedem Fall müssen neue Konzepte geschaffen werden.

 

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